Die Zeitschrift „KulturInfo“ nennt mich „den Shooting Star der neuen Kölner DJ-Szene“.
Eine aufgebrachte Besucherin einer meiner Parties nennt mich „einen elitären Fettsack, der sich und seine Musik viel zu wichtig nimmt.“
Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen.
Physikalisch betrachtet ist Musik nichts anderes als wackelnde Luft.
Die Aufgabe eines DJs besteht also im Grunde nur darin, dafür zu sorgen, dass die Luft nicht aufhört zu wackeln. Im Zeitalter von Streaming-Diensten könnte das theoretisch jede Person mit den einfachsten Mitteln von überall erledigen. Warum also einen DJ buchen? Und warum gerade mich?
Ich könnte jetzt behaupten, ich hätte irgendeinen bahnbrechenden Code geknackt oder würde etwas ganz besonders gut beherrschen. Aber das habe ich nicht. Ich bin weder ein Experte mit Auszeichnung noch habe ich irgendeine außergewöhnliche Qualifikation. Was ich aber habe, ist Leidenschaft – und davon eine ganze Menge.
Mit sieben Jahren habe ich meine ersten Mixtapes auf meinem eigenen Kassettendeck zusammengestellt. Ein Jahr später lud ich spontan meine gesamte Grundschulklasse zu einer Party bei mir zu Hause ein – für denselben Nachmittag, um 15 Uhr. Meine Eltern erfuhren erst von der Idee, als ich nach Hause kam. Das Ergebnis: Ich musste die komplette Telefonliste durchgehen, um die Party wieder abzusagen. Aber der Punkt ist: Schon als Kind gab es zwei Dinge, die mich begeistert haben – Menschen zusammenzubringen und immer den passenden Song parat zu haben. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Musik ist mehr als nur wackelnde Luft.
Musik bewegt nicht nur – sie elektrisiert, berauscht und verbindet. Für mich ist Musik eine magische, zwischenmenschliche Kraft, die man nicht greifen oder mit Algorithmen berechnen kann. Alles, was an Musik messbar oder quantifizierbar ist, kratzt nicht einmal an der Oberfläche dessen, was wirklich zählt: Gefühl.
2010, während eines Tagtraums im Unterricht, hatte ich plötzlich das Gefühl, dass ich das mit dem Auflegen „so richtig“ angehen sollte. Also habe ich mir von meinem hart erarbeiteten Geld aus einem Wochenendjob die erste DJ-Software und meinen ersten Controller gekauft. Ich war sofort begeistert – und das Feuer für dieses Hobby brennt bis heute. Schnell merkte ich: Nicht nur habe ich Spaß dabei, sondern dieser Spaß überträgt sich auch auf andere.
Im Laufe der Jahre habe ich unzählige Menschen kennengelernt, die meine Leidenschaft teilen. Das Auflegen hat mir die Möglichkeit gegeben, ein Leben zu führen, von dem ich früher nur träumen konnte. In der Zeit seitdem habe ich auf jede erdenkliche Weise aufgelegt: Mit Schallplatten, CDs und Computern. In Bars, Clubs und Open-Air-Locations. Auf Booten, Hochzeiten, Firmenfeiern, Geburtstagen – oder einfach nur so. Alles, was ich kann, habe ich mir autodidaktisch beigebracht.
Für mich sind Übergänge kein Selbstzweck.
Sie sind nicht dazu da, meine Skills in den Vordergrund zu rücken, sondern sie sind der Kitt, der ein stimmiges Set aus den richtigen Songs zusammenhält. Denn am Ende geht es mir vor allem darum, den perfekten Song für die jeweilige Crowd zu finden. Wenn ihr nach einer Party nach Hause geht und die Welt ein bisschen leichter und heller scheint, dann war da mehr im Spiel als nur wackelnde Luft. Vielleicht ist das genau das, was einen guten DJ ausmacht: das „Dazwischen“. Zwischen den Songs, zwischen den Beats, zwischen Sonnenuntergang und -aufgang – und zwischen den Menschen.
Wenn ihr Lust habt, euch von meiner Leidenschaft mitreißen zu lassen, findet ihr mich regelmäßig im Tsunami Club in Köln: jeden ersten Mittwoch im Monat bei der „2 Stündchen Indie“. Wenn ihr mehr auf Popmusik steht, lege ich viermal im Jahr auf der „Rambazamba Ortstarif“ auf, ebenfalls im Tsunami Club. Für aktuelle Termine und weitere Gigs schaut gern auf meinem Instagram-Profil vorbei. Ich freue mich darauf, wenn ihr euch zu meiner Musik begegnet!